Heute war ich also auf der Nikon Solutions Expo 2009. Die Vorträge, bei denen ich vorbeigeschaut habe, waren weitestgehend praxisnah und spannend, wohingegen der check&clean Service nicht überzeugen konnte. Fazit der Vorträge: Macht was gut ausschaut. Es kommt nicht auf die Kamera an. Einfach mal da stehen, wo sonst keiner steht. Kauft ein Wacom Intuos4 Tablet zum Nachbearbeiten. Der WT-4 macht manchmal Schwierigkeiten. Das 24-70/2.8er ist klasse.

Nikon Köpfe

Ungelogen: jeder der Live-Shooting Referenten, die ich gesehen habe, hatte das 24-70/2.8er auf einer D3 oder D3x. Scheint das neue Profi-Standardobjektiv zu sein. Auch Gero Breloer von der dpa, berichtet über seine Arbeit: er schleppt gerne das 24-70/2.8er, das 70-200/2.8er und ein 14-24/2.8er mit sich rum.

Nikon Solutions Expo - LiveshootingDie Produktvorführung von Robert Hranitzky zum Wacom Intuos 4 war beeindruckend. Mit dem drucksensitiven Stift lässt sich die Pinselgröße kontinuierlich anpassen, ohne Tastatur oder Auswahlbox verwenden zu müssen. Wenn jemand doppelt so viel verdient, wenn er doppelt so schnell retouchiert, ist diese Investition schnell amortisiert.

Das Team von Mayk Azzato hatte technische Schwierigkeiten mit der Funkübertragung (WT-4), weshalb das Shooting eher kurz ausfiel. Dafür wurden wir mit Anekdoten und Tipps aus seiner Erfahrung als international tätiger Profifotograf entschädigt.

Das Model von Ralph Man war beim Live-Shooting entweder zu angespannt oder noch nicht ganz wach; wirkte jedenfalls konzentriert und verbissen und ließ kein Lächeln über ihre Lippen kommen. Ich hab mich dann nach einer viertel Stunde anderweitig umgesehen. Vielleicht wurde es ja im späteren Verlauf noch besser. Die anderen Live-Shootings waren lehrreich und unterhaltsam.

Nikon Solutions Expo - LiveshootingSehr spannend auch die Demonstration von freemask mit Torsten Schoepe in Kooperation mit Hensel. Die Idee: anstatt die Freistellermaske mühsam von Hand am Rechner zu erstellen, diese einfach fotografieren - als Gegenlichtaufnahme, quasi ein Scheerenschnitt. Mit 9 Bildern pro Sekunde bei der D3 und neuen Funkauslösern und Studioblitzen von Hensel lässt sich dies auch für nicht ganz statische Objekte verwenden, z.B. Personen. Aktionfotografie ist da aber nicht drin gibt Schoepe freimütig zu.

Der gut besuchte clean&repair Service sollte 3-4 Stunden dauern, ich erhielt aber schon früher die SMS, dass ich Kamera und Objektiv abholen könne. Leider wurde nicht bemerkt, dass das Objektiv beim Zoomen schlecht läuft. Einen Hinweis mit möglicher Ursache hätte ich da schon erwartet.

Und natürlich einmal eine D3x in Händen halten, war mir vergönnt. Mein Eindruck: schwer, groß, schnell, hell, und schnell einstellbar. Mein Budget lässt den Gedanken eine zu kaufen gar nicht zu - die Notwendigkeit ist aber auch nicht gegeben. Wohl noch von der Photokina waren die Produktstände, an denen dann auch die D5000 zu sehen war. Das klappbare Display macht einen soliden Eindruck, die Kamera ist jedoch wie bereits erwähnt nichts für mich persönlich.

Erneut vergaß ich, dass man zu Messen Trinken mitbringen sollte, wenn man nicht gerade sein Sammelsurium an Kleingeld loswerden möchte. Nächstes mal dann. :-) Nikon Solutions Expo 2009: eine überschaubare Veranstaltung mit hochwertigen Seminaren in einer angenehmen Atmosphäre.